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Patrick Schröder ("FSN TV" / "Freies Netz")
Patrick Schröder (geboren 1982) ist ein deutscher Rechtsextremist, Neonazi-Funktionär und Medienaktivist aus Weiden in der Oberpfalz (Bayern). Er gilt als einer der Pioniere des rechtsextremen Streamings im deutschsprachigen Raum. Über sein Medienprojekt „FSN TV“ (ursprünglich *Freies Netz Süd TV*, später umgedeutet in *Funsport-News* oder *Frei-Sozial-National*) versuchte er über Jahre hinweg, rechtsextreme Ideologie in ein modernes, jugendaffines Lifestyle-Gewand zu kleiden. Er ist Vorstandsmitglied der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD).
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1. Politischer Werdegang und Parteifunktionen
Schröder ist seit den frühen 2000er Jahren in der Neonazi-Szene aktiv. Seine politische Laufbahn ist eng mit der Entwicklung des bayerischen Rechtsextremismus verknüpft:
- Kameradschaftsszene: Er war führend im *Freien Netz Süd (FNS)* aktiv, dem damals größten Dachverband militanter Kameradschaften in Bayern, welcher 2014 vom bayerischen Innenministerium verboten wurde.
- NPD / Die Heimat: Um dem drohenden Verbot des *Freien Netz Süd* zu entgehen, wechselte Schröder mit zahlreichen Miteinanderstreitern zur NPD. Er stieg rasch auf und wurde Vorsitzender des NPD-Bezirksverbandes Oberpfalz sowie Mitglied des erweiterten Bundesvorstands. Er forcierte dort die Modernisierung der Partei-PR.
2. Mediale Strategie: "FSN TV"
Mit der Gründung von *FSN TV* professionalisierte Schröder die rechtsextreme Propaganda im Internet. Er erkannte früh, dass traditionelle neonazistische Aktionsformen (wie Aufmärsche im Springerstiefel-Look) Jugendliche kaum noch ansprechen.
- Das „Nazi-Hipster“-Konzept: Schröder etablierte ein professionelles Web-TV-Format mit Gaming-Stühlen, moderner Grafik und scheinbar lockerer Moderation. Das Ziel war es, rechtsextreme Inhalte als „ganz normalen Lifestyle“ zu verkaufen, Barrieren abzubauen und den Begriff des „Nazi-Hipsters“ oder „Nipsters“ popkulturell zu besetzen.
- Interaktive Formate: FSN TV setzte auf Interaktivität mit der Zuschauerschaft via Chats, Musikwünsche und politische Schulungen im Livestream-Format.
- Deplatforming: Aufgrund massiver Volksverhetzung und der Einstufung als verfassungsfeindlich wurden Schröders Kanäle auf großen Plattformen wie YouTube kontinuierlich gelöscht. Das Projekt wich in der Folge auf eigene Serverstrukturen sowie russische und zensurfreie Alternativplattformen aus.
3. Geschäftliche Aktivitäten und Rechtsrock
Neben der reinen Medienarbeit nutzt Schröder seine Reichweite für geschäftliche Aktivitäten innerhalb der Szene, um politische Arbeit zu monetarisieren:
- Merchandise und Modemarken: Er betreibt Online-Versandhandel für rechtsextreme Kleidung und Lifestyle-Produkte (u. a. Marken wie *Ansgar Aryan*). Das Design ist oft so codiert, dass es im Alltag nicht sofort als rechtsextrem auffällt („Dogwhistling“).
- Rechtsrock-Konzerte: Schröder tritt als Mitorganisator von großen Rechtsrock-Events und politischen Großveranstaltungen auf, insbesondere in Thüringen (z. B. in Themar). Diese Events dienen der Szene als Haupteinnahmequelle und Vernetzungsplattform.
4. Strafverfahren und Beobachtung
Aufgrund seiner prominenten Rolle wird Schröder permanent vom Bundesamt für Verfassungsschutz und dem bayerischen Landesamt beobachtet. Er war bereits Gegenstand zahlreicher juristischer Auseinandersetzungen, unter anderem wegen:
- Volksverhetzung
- Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen
- Verstößen gegen das Versammlungsgesetz
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5. Einzelnachweise
— Siehe auch: Digitaler Rechtsextremismus | Die Heimat (Partei) | Rechtsrock und rechtsextreme Subkultur

