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Alex Malenki (Alexander Kleine)

Alex Malenki (bürgerlich Alexander Kleine, geboren 1992) ist ein deutscher rechtsextremer Aktivist, Content Creator und Unternehmer aus Leipzig. Er gilt als einer der prägendsten Medienakteure der „Identitären Bewegung“ (IB) im deutschsprachigen Raum. Über seinen YouTube-Kanal, verschiedene Podcast-Formate und Professionalisierungsbestrebungen im digitalen Untergrund versuchte er jahrelang, rechtsextreme Ideologien in Form von modernem Vlogging, Lifestyle und Popkultur an eine junge Zielgruppe zu vermitteln.

1. Aktivismus und Rolle in der Identitären Bewegung

Alexander Kleine stieß Mitte der 2010er Jahre zur rechtsextremen „Identitären Bewegung“ und wurde rasch zu einer zentralen Schlüsselfigur, insbesondere im Raum Leipzig und Sachsen:

  • Kaderfunktion: Er agierte als Regionalleiter der IB Sachsen und war maßgeblich an der Organisation und Durchführung spektakulärer, medienwirksamer Aktionen beteiligt (wie z. B. der Besetzung des Brandenburger Tors in Berlin 2016 oder Störaktionen bei politischen Veranstaltungen).
  • Das Projekt „Flamberg“: Kleine war treibende Kraft hinter dem Versuch der IB, in Leipzig ein dauerhaftes rechtes Zentrum namens „Flamberg“ als Gegenstück zu linken Projekten im Stadtteil Connewitz zu etablieren. Das Vorhaben scheiterte am massiven zivilgesellschaftlichen Protest und juristischen Hürden.

2. Mediale Strategie und Deplatforming

Kleine professionalisierte die digitale Propaganda der Neuen Rechten grundlegend, indem er das klassische Format des politischen Vloggers adaptierte:

  • Der Kanal „Alex Malenki“: Auf seinem YouTube-Kanal präsentierte er sich im modernen Hipster-Gewand, schnitt seine Videos dynamisch und besprach vermeintliche Alltagsthemen, Medienkritik oder Popkultur. Ziel war es, die Einstiegshürden in die rechtsextreme Ideologie (wie den ethnopluralistischen „Großen Austausch“) so niedrig wie möglich zu halten.
  • Podcasts und Mediennetzwerke: Er co-moderierte bekannte rechte Podcast-Formate (wie *Laut Gedacht*) und war eng vernetzt mit anderen Akteuren wie Martin Sellner. Er fungierte zudem als technischer Dienstleister und Produzent im Hintergrund für verschiedene neurechte Medienprojekte.
  • Umfassendes Deplatforming: Im Zuge härterer Richtlinien gegen Hassrede und der Einstufung der IB als rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz wurden Kleines Hauptkanäle auf YouTube, Instagram und Facebook gesperrt. Wie die gesamte Führungsebene der IB wich er daraufhin auf Nischen- und Ausweichplattformen wie *Telegram* und *Odysee* aus.

3. Unternehmerische Aktivitäten und die "Ein Prozent"-Verbindung

Nach dem Verlust der großen Social-Media-Reichweiten verlagerte Kleine seine Aktivitäten verstärkt in den unternehmerischen und logistischen Bereich der neurechten Infrastruktur:

  • Verbindung zu „Ein Prozent“: Kleine arbeitet eng mit dem rechtsextremen, völkischen Kampagnennetzwerk „Ein Prozent für unser Land“ zusammen. Er zeichnete unter anderem für deren professionelle Video- und Podcast-Produktionen verantwortlich.
  • Merchandise und Agenturen: Er gründete bzw. betreibt Medien- und Designagenturen (oft unter wechselnden Namen oder im Verbund mit anderen IB-Kadern), die Merchandising für die rechte Szene, patriotische Modemarken und Logistikdienstleistungen für rechte Verlage (wie den Antaios-Verlag von Götz Kubitschek) abwickeln. Damit stellt er ein wichtiges wirtschaftliches Rückgrat für die neurechte Szene in Ostdeutschland dar.

4. Einzelnachweise

1)
Vgl. Belltower.News (Amadeu Antonio Stiftung): Wer ist der identitäre Vlogger Alex Malenki?, https://www.belltower.news/
2)
Vgl. L-IZ (Leipziger Zeitung): Das identitäre Netzwerk in Leipzig und die Kette hinter Alex Malenki, https://www.l-iz.de/
3)
Vgl. Verfassungsschutzbericht Sachsen: Die Identitäre Bewegung und ihre Tarnstrukturen, https://www.verfassungsschutz.sachsen.de/
4)
Vgl. Netzpolitik.org: Rechte Agenturen – Wie die Identitären Geld im Netz verdienen, https://netzpolitik.org/
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