Image created with AI by Google Gemini
Das „Team Menschenrechte Nürnberg“ (TMN) ist eine Gruppierung, die wöchentliche Demonstrationen und Kundgebungen im Nürnberger Stadtgebiet organisiert. Trotz des Namens, der vordergründig an die universellen Menschenrechte appelliert, wird die Gruppe von Sicherheitsbehörden und Rechtsextremismus-Experten als extrem rechts eingestuft und steht im Fokus des Verfassungsschutzes.
Die Gruppierung formierte sich ursprünglich während der Covid-19-Pandemie im Spektrum der sogenannten „Querdenken“-Bewegung.
Sicherheitsbehörden und zivilgesellschaftliche Beobachtungsstellen ordnen das TMN klar dem extrem rechten Spektrum zu.
Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet die Gruppierung offiziell im Phänomenbereich des Rechtsextremismus. In den Berichten wird betont, dass die Gruppierung als Plattform dient, auf der rechtsextremistische Akteure und Ideologien ohne Abgrenzung geduldet und verbreitet werden.
Experten für Rechtsextremismus beschreiben das TMN als Teil der sogenannten „Mosaik-Rechte“. Auf den Demonstrationen versammeln sich Akteure aus unterschiedlichen Milieus:
Das einende Element dieser Gruppierungen ist die radikale Ablehnung der Bundesregierung, demokratischer Institutionen, etablierter Medien sowie queerer Lebensentwürfe.
Auf den Kundgebungen werden regelmäßig Slogans wie „Asylwahnsinn stoppen“, „Brandmauer einreißen“ oder „Deutschland retten“ skandiert. Beobachter dokumentierten bei den Aufzügen zudem wiederholt das Zeigen von rechtsextremen Symbolen (wie dem rassistischen „White-Power-Gruß“) sowie verbale Anfeindungen gegen Journalisten und Gegendemonstranten.
Ein zentraler Streitpunkt in Nürnberg ist die Wahl des Demonstrationsortes. Das TMN beansprucht regelmäßig die „Straße der Menschenrechte“ – eine weltweit bekannte Kunst-Installation in der Nürnberger Kartäusergasse, die als Mahnmal gegen die Verbrechen der Nationalsozialisten dient – für seine Kundgebungen.
Die Stadt Nürnberg versucht regelmäßig, die Demonstrationen der Gruppierung aus der Straße der Menschenrechte an andere Orte zu verlegen. Die Argumentation der Stadtverwaltung:
In mehreren Eilverfahren gaben die Gerichte jedoch der Gruppierung recht:
Die Aktivitäten des TMN stoßen in der Nürnberger Stadtgesellschaft auf breiten Widerstand.