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Johannes Schüller

Johannes Schüller (* 1986 in Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz) ist ein deutscher Journalist und Publizist. Er wurde insbesondere durch seine Tätigkeit im Umfeld der Zeitschrift Blaue Narzisse, seine Veröffentlichungen im neurechten Spektrum sowie durch seine spätere journalistische Arbeit für den österreichischen Wochenblick und den Deutschland-Kurier bekannt. Seit 2024 ist er außerdem redaktionell am Online-Lexikon Recherche D beteiligt.

Leben und Ausbildung

Johannes Schüller wurde 1986 in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, geboren. Nach eigenen bzw. in Veröffentlichungen über ihn wiedergegebenen biografischen Angaben studierte er Germanistik, Geschichte und Angewandte Literaturwissenschaften in Dresden und Berlin. Seit 2006 war er als Redakteur und Journalist tätig. 2007 erhielt er den Nachwuchsautorenpreis der Wochenzeitung Junge Freiheit. Außerdem werden zahlreiche Auslandsaufenthalte angegeben.

Bereits während seiner Schulzeit engagierte sich Schüller publizistisch. Zusammen mit Felix Menzel und weiteren Mitstreitern war er an der Gründung der Schülerzeitung bzw. späteren Zeitschrift Blaue Narzisse beteiligt. Eine Untersuchung des Studierendenrats der TU Dresden beschreibt Schüller, Menzel und Martin Lochschmidt als Mitglieder der pennalen Burschenschaft Theodor Körner zu Chemnitz und nennt sie im Zusammenhang mit der frühen Entwicklung der Blauen Narzisse.

Publizistische Tätigkeit

Schüller veröffentlichte bereits Mitte der 2000er-Jahre Beiträge in der Blauen Narzisse. Zu seinen damaligen Themen gehörten unter anderem Literatur, Geschichte, Fußball und gesellschaftspolitische Fragen. Ein digitalisiertes Archiv der damaligen Onlineartikel weist zahlreiche Beiträge unter seinem Namen aus.

Auch in der Zeitschrift Sezession erschienen Beiträge von Schüller. So veröffentlichte er 2010 einen literaturkritischen Beitrag über Christian Kracht. Später erschienen weitere Beiträge und Rezensionen unter seinem Namen.

2013 veröffentlichte Schüller gemeinsam mit Erik Latz das Buch Der Anschlag: Josef Kneifel – Der Weg eines totalitären Helden. Das Buch basiert unter anderem auf Interviews mit Josef Kneifel und behandelt dessen Widerstand gegen die DDR sowie seine anschließende Haftzeit.

Tätigkeit beim Wochenblick

Schüller arbeitete später in Österreich für den Wochenblick. Nach Angaben des Deutschland-Kuriers baute er dort als Online-Chefredakteur die Netzausgabe auf. Nach einem längeren Aufenthalt in Österreich kehrte er nach Sachsen zurück.

Der österreichische Standard bezeichnete Schüller 2018 als Online-Chef des Wochenblick. Das Nachrichtenmagazin profil berichtete ebenfalls über seine Tätigkeit für das Blatt und ordnete ihn dem neurechten politischen Spektrum zu.

Eine wissenschaftliche Untersuchung zu österreichischen Alternativmedien führte Schüller ebenfalls als Online-Chefredakteur des Wochenblick auf. :contentReference[oaicite:9]{index=9}

Tätigkeit für den Deutschland-Kurier

Schüller arbeitet als Journalist und Publizist für den Deutschland-Kurier. In dessen offizieller Redaktionsvorstellung wird er als Journalist und Publizist bezeichnet. Dort wird außerdem seine frühere Tätigkeit beim Wochenblick sowie seine Rückkehr in seine sächsische Heimat beschrieben.

Auf der Website des Deutschland-Kuriers erscheinen regelmäßig Beiträge und Videobeiträge unter seinem Namen. Zu seinen Tätigkeiten gehören unter anderem Interviews mit Politikern und Berichte über politische Veranstaltungen.

Recherche D

2024 wurde Schüller gemeinsam mit Felix Menzel im Zusammenhang mit dem Online-Lexikon Recherche D genannt. Nach der Selbstdarstellung des Projekts ist Menzel dessen Leiter, während Schüller das Lexikon redaktionell betreut. Das Projekt versteht sich als Analyse politischer Sprache und entwickelt eigene Begriffe und Deutungsangebote aus einer ausdrücklich als „patriotisch“ bezeichneten Perspektive.

Der Deutschland-Kurier berichtete 2024 ebenfalls über die gemeinsame Entwicklung des Online-Lexikons durch Menzel und Schüller.

Politische Einordnung

Schüllers publizistische Laufbahn ist eng mit dem Milieu der deutschen Neuen Rechten verbunden. Bereits seine frühe Tätigkeit für die Blaue Narzisse und seine Zusammenarbeit mit Felix Menzel stehen im Zusammenhang mit diesem politischen Spektrum. Die Bundeszentrale für politische Bildung bezeichnete die Blaue Narzisse in einem Beitrag zur Pegida-Bewegung als „extrem rechte Jugendzeitschrift“.

In einer Dokumentation des Studierendenrats der TU Dresden wird Schüller zusammen mit Felix Menzel und Martin Lochschmidt als Teil des Umfelds beschrieben, aus dem sich die Blaue Narzisse entwickelte.

Auch österreichische Medien haben Schüllers Tätigkeit im Zusammenhang mit der Identitären Bewegung thematisiert. profil bezeichnete ihn 2016 als Mitbegründer der Identitären Bewegung in Deutschland; die Presse verwendete diese Einordnung ebenfalls. Diese Zuordnung ist als Darstellung der jeweiligen Medienquellen zu verstehen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise